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Mitten in Glindow, einem Dorf vor den Toren Berlins, findet man hinter jungen Linden den noch jüngeren Kunsthof. So jung ist er eigentlich gar nicht. Der 1913 erbaute "Gasthof Albrecht" war schon in den letzten Jahren vor dem 1. Weltkrieg ein Ort der Geselligkeit, ein Treffpunkt für die Dorfbevölkerung. Dazu diente auch der traditionelle Dorfsaal mit Bühne, auf der die Musikanten zum Tanz aufspielten. Durchreisende hoch zu Pferde konnten diese im angrenzenden Pferdestall versorgen lassen und bei einem Maß Bier den Feierabend genießen. Diese Idylle wurde leider bald durch die Wirren der Weltkriege gestört. Nach 1945 wurde dann auf dem Eichenparkett des großen Saales ein Düngemittellager der örtlichen LPG errichtet. Noch heute zeugen die Farbspiele auf dem hölzernen Tanzboden von Regalen, Paletten und Säcken. Unter staatlicher Hand hatte der ehemalige Gasthof später die Aufgabe, Parteiversammlungen, Dorfdiskos und bis zuletzt die Schulspeisung der Glindower Grundschule zu beherbergen.
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